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Strandheizung

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Strandtour 2.0

6. Station – Lübeck: Sondersendung aus dem S-corner

Es ist 15:30, wir sind gerade aus Schwerin angekommen und warten in der rot-grauen Sitzecke mit einer kühlen Limonade, die jeder hier angeboten bekommt, in dem S-corner in der Hauptfiliale der Sparkasse Lübeck.

Der S-corner ist sozusagen die Jugendabteilung der Sparkasse und dient der Nachwuchsförderung. Hier arbeiten junge, gerade ausgelernte Angestellte unter Aufsicht einer erfahrenen Fachkraft. Davon profitieren Kunde und Bank gleichermaßen.

Junge Menschen, die ein Konto eröffnen oder eine Ausbildung bei der Sparkasse beginnen wollen, werden hier auf Augenhöhe beraten. Dazu gehört neben der jugendfreundlichen Einrichtung des S-corner (mit lockerer Musik, einer kleinen Bar und Ladestationen für die Smartphones in einer Sitzecke) auch das gegenseitige Duzen, um eine persönlichere Ebene herzustellen. Außerdem sind die Öffnungszeiten der Filiale extra an die Lebensgewohnheiten junger Menschen angepasst. Die S-corner öffnet erst um 11 Uhr, hat dafür aber abends bis 19 Uhr geöffnet und sogar am Samstag stehen die Türen offen.

Für die Sparkasse ist der S-corner quasi eine Nachwuchsschmiede, in der frisch ausgelernte, motivierte Kräfte sich endlich ausprobieren dürfen. Dabei treffen sie auf junge Menschen, mit denen sie entspannter kommunizieren können. Eine tolle Sache!

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Noch toller ist, dass sich der S-corner auch für Veranstaltungen eignet. Das Foyer lässt sich flexibel einrichten und bietet ausreichend Platz. Genau das hat Harald Denckmann vom Offenen Kanal Lübeck erkannt. Wer sich erinnert: Harald hat mit uns im letzten Jahr bei der #Strandtour16 eine Radiosendung gemacht und sich sehr darüber gefreut, dass wir dieses Jahr wieder nach Lübeck kommen wollen. Ihm entsprang der legendäre Gedanke, den S-corner für eine Live-Sendung mit Interview und Musik von uns zu nutzen.

Und heute ist es soweit. Es ist 15:50 Uhr und Harald betritt mit FSJ-ler Matz das Live-Studio für die nächsten zwei Stunden. Die beiden haben das nötige Radioequipment in zwei Koffer verpackt und machen sich sofort an die Arbeit. Nach einer Technikprobe und Soundcheck wird noch ein Aufsteller platziert und dann beginnt die Live-Schalte auf die Minute genau um 17 Uhr.

 

Zwei Stunden Live-Sendung zu gestalten erfordert Redegewandtheit, sehr viel Geschick und Improvisationstalent. Eigenschaften, die Harald offenbar mit der Muttermilch aufgesogen hat. Gekonnt wechselt er zwischen den Fronten, stellt uns Fragen über unsere Band und unser neues Album, interviewt die Zuschauer und versäumt auch nicht, die Hörer mit Hilfe der Bankangestellten über den S-corner aufzuklären. Er ist eben ein  echter „Den(c)k“-Mann.

Wir spielen zwischen den Redebeiträgen Songs live ein und stellen auch Lieder vom neuen Album vor. Um 19 Uhr sind alle Beteiligten ziemlich erschöpft, eine so lange Sendung hat man hier noch nicht erlebt.

Diese Erfahrung bleibt unvergessen. Vielen Dank an das Team des S-corner, das das Format mitgetragen hat. Danke an Matz für die Übernahme der technischen Leitung der Sendung. Außerdem ein großes Dankschön an alle Zuhörer, sowohl draußen im Live-Stream als auch an die, die vorbeigeschaut und sich den knallharten Fragen des Moderators gestellt haben. Und diesem Moderator, Harald Denckmann, möchten wir ganz besonders danken, dass er diese Live-Übertragung initiiert, professionell geleitet und uns damit maßgeblich unterstützt hat.

Es wird hoffentlich nicht die letzte Veranstaltung dieser Art hier gewesen sein.

Wer mehr über den S-corner in Lübeck erfahren will, schaut mal hier.

5. Station – Schwerin: Weltkulturerbe in spe

Von Wismar aus fahren wir etwas nach Süden zur Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern. Ein beherzter Fußmarsch führt uns vom Bahnhof zu unserem Host für heute Nacht: Susann. Ihre Wohnung liegt recht zentrumsnah, dafür aber in der vierten Etage. Das heißt für uns tief Luft holen, um unser beachtliches Gepäck nach oben zu bugsieren.

Dafür startet Susann sofort das Wohlfühlprogramm und kocht uns etwas Leckeres. Später wollen wir noch in eine Bar einkehren und schlendern durch die Innenstadt. Der Abend ist ruhig und am Pfaffenteich sorgt eine beleuchtete Wasserfontäne für romantische Stimmung. Wir entscheiden uns für die Cocktailbar „Kabana“, die getränketechnisch Einiges zu bieten hat. Bei Namen wie „Midnight Oil“ oder „Van Gogh“ fällt die Entscheidung nicht gerade leicht. Und dann bleibt noch die Frage ob „normal“ oder „jumbo“, also extra groß?!

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Den nächsten Tag verbringen wir mit Musik in der Mecklenburgstraße in der Innenstadt.  Hier treffen wir ein Pärchen aus Leipzig, die uns erzählen, dass sie uns schon einen Tag zuvor in Wismar gesehen hätten. Sehr schön, wenn alle auf die Idee kommen, die schönen Ostseestädte systematisch „abzubereisen“, wir können es wärmstens empfehlen. Nebenbei unterhalten wir uns noch ein bisschen über Liedermacher in der DDR. Früher wären sie auch mit Gitarre herumgereist. In diesem Sinne führen wir eine liebgewonnene Tradition fort.

Zu guter Letzt möchten wir noch das berühmte Schweriner Schloss sehen und marschieren durch ein paar gemütliche Gassen. Die Schweriner Innenstadt ist sehr gepflegt und einen Besuch wert.

Plötzlich verdichten sich die Touristenströme und viele Nationalitäten vermischen sich. Rings um das Schloss ist sehr viel los. Reisegruppen, Fahrradfahrer und Fußgänger, alle nutzen das gute Wetter für einen Trip durch die Parkanlagen und zu den umliegenden Seen.
Einige Plakate und Baugerüste an den Fassaden verraten, dass sich die Stadt mit ihrem Schmuckstück für eine Aufnahme ins Weltkulturerbe bewerben will und jetzt alles sozusagen auf Hochglanz bringt. Wir finden: Das Schloss mit See mit seinen großzügigen Parks ist wunderschön und absolut weltkulturerbe-würdig!

 

 

An diesem Freitag fahren wir schon etwas früher in die nächste Stadt als sonst, denn wir haben noch einen spannenden Termin. Das Live-Konzert in der S-Corner der Sparkasse Lübeck.

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4. Station – Wismar: Eine Nacht auf der Wissemara!

1354 – Ein Schiff versinkt in der Wismarbucht vor der Insel Poel, es wird genau 643 Jahre später, also 1997 wieder entdeckt und geborgen. Damals, so vermutet man, waren die Seemänner auf Grund gelaufen, mehr ist weder über das Schiff noch über die Besatzung bekannt.

Eine kleine Geschichte, die heute noch tagtäglich im Alten Wismarer Hafen erzählt wird. Denn da liegt sie wieder, die Kogge „Wissemara“. Wie das möglich ist? Ganz einfach, nur ein paar Jahre nach der Bergung des Schiffs begann man, es wieder herzurichten, retro sozusagen, mit neuem Holz in altem Stil. Und seit 2006 fährt die Kogge nun regelmäßig zur Rundfahrt auf die Ostsee. Drei Stunden auf einem echten Oldschool-Schiff inklusive Segelhissen kann man hier erleben, yeah!

Warum wir das erzählen? Tatsächlich durften wir eine Nacht (alleine!) auf genau diesem Schiff verbringen, als Nachtwächter vom Dienst. Naja, zumindest fast, ein wenig schlafen durften wir auch und überwältigt waren wir vom Ambiente sowohl auf als auch unter Deck.

An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank der ganzen Crew für diese Einladung. Es war uns eine Ehre und wir kommen gerne wieder.

Wer noch nie in Wismar war, sollte sich dieses 47.000 Einwohner Örtchen wirklich mal anschauen, neben dem Alten Hafen gibt es tolle Fischbrötchen, eine liebevoll hergerichtete Altstadt und natürlich die altbekannte Anekdote der Tittentasterstraße.

Natürlich gibt es hier auch Straßenmusik. Gleich zu Beginn treffen wir einen Arien singenden Akkordeonspieler, an der nächsten Ecke spielt gleich eine ganze Band mit Geige, Cello, E-Bass, Gitarre und Schlagzeug. Macht nichts, wir spielen trotzdem unseren Stiefel und finden auch Gehör von Tom, Gründer von wismar.fm, dem lokalen Internetradio mit 90% Musikanteil. Ein klasse Treffen! Tom hat eine Kamera dabei und dreht einen Clip über uns.

Am späten Nachmittag ist es dann schon wieder Zeit zu fahren. Diesmal in die nur eine halbe Stunde entfernte Landeshauptstadt Schwerin.

3. Station – Rostock: Lappalie, Smalltalk und Mundraub

Als wir nach einer dreiviertel Stunde Zugfahrt am Rostocker Hauptbahnhof ankommen, hat sich an der Wetterlage nichts geändert. Es regnet ausdauernd weiter. Zum Glück ist die WG, in der wir heute übernachten, nicht allzu weit vom Bahnhof entfernt.

Eigentlich war hier heute eine kleine Gartenparty im Studentenkreis mit Livemusik geplant, aber die Wetterlage hätte die Sache ziemlich ungemütlich gemacht. Außerdem sagt der Wetterbericht zum Regen auch noch heftige Winde für den Abend voraus. Eine wesentlich gemütlichere Variante hat man aber organisiert. Das Konzert soll zusammen mit zwei anderen Künstlern auf dem Dachboden eines Wohnhauses stattfinden. Wir sind einigermaßen gespannt.

Um sieben laufen wir zusammen mit Sophie zum Ort des Geschehens. Sophie ist eine ortskundige Studentin, die sozusagen die Betreuung für uns übernommen hat. Nach einer Viertelstunde gelangen wir in eine sehr gepflegte Wohngegend mit herrlichen Altbauten. Eines der Häuser tanzt allerdings gehörig aus der Reihe. Das muss dieses „Wohnprojekt“ sein. Hier tickt ein ganz anderer Zeitgeist. Schon beim Betreten geht das Erlebnis los. Der Eingang gleicht dem Einstieg in eine Höhle, das ganze Treppenhaus ist mit Bildern und Zeichnungen gesäumt. Namensschilder an den Türen gibt es hier nicht, hier scheint alles sehr flexibel geregelt zu sein.

Wir laufen bis ganz nach oben unter das Dach. Hier hat jemand eine richtige Bar eingerichtet. Künstliche Spinnweben hängen von der Holzdecke, die Wände sind gedämpft beleuchtet und atmosphärische Musik spielt. Der Raum sieht aus wie ein kleines Hexennest. Allein ein Tischkicker bringt das Bild etwas durcheinander, aber hier ist sowieso alles etwas skurril.

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Der Raum gegenüber ist nicht weniger spannend. An die nackten Steinwände sind Glasscherben geklebt, verschiedene Sitzkissen säumen den Boden. An einer Wand ist eine kleine Bühne aus Holzpaletten aufgebaut und mit Teppichen ausgelegt. Ein richtiger kleiner Veranstaltungsraum für circa 30 Leute, ziemlich gemütlich sogar.

Um 20:30 beginnt die Gruppe „Lappalie“ den Abend mit flotter deutscher Folkmusik und bissigen Texten. Danach kommt ein Duo ohne Namen, das sich erst vor zwei Wochen zusammengefunden hat. Die beiden geben Klassiker der Rockgeschichte zum Besten und machen mächtig Stimmung nur mit Akustikgitarre und Gesang. Der ganze Raum singt Lieder von Pink Floyd, Ray Charles und Eric Clapton.

Den Abschluss bilden schließlich wir. Eine knappe Stunde füllen wir mit unserem Programm und dürfen gut gelaunte Zuhörer erleben. Nach unserem Auftritt machen wir uns gleich auf den Weg zurück zur WG, denn morgen ist zeitiges Aufstehen angesagt. Um 8 Uhr sind wir zu Gast im Frühprogramm von Radio LOHRO und stellen unser neues Album „Einfach Tanzen“ vor.

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Der nächste Morgen ist leider immer noch sehr grau und auch kühl, aber der Regen lässt allmählich nach. Im Studio erwarten uns Göran und Ali, die heute zusammen den Weckruf (das Frühprogramm von 6 bis 9 Uhr) gestalten. Eine dreiviertel Stunde werden gefüllt mit herrlich lockerem Interview mit und Musik von uns. Zum Finale spielen wir den neuen Song „Der Moment“ live im Studio. Das war ein sehr schöner Morgen mit Euch!

Vom Radiogebäude geht es mit Zwischenstopp beim Bäcker direkt nach Warnemünde. Der Himmel hat sich inzwischen deutlich aufgehellt und die Straße trocknen wieder. Was für ein Glück! An der berühmten Strandpromenade vertreiben wir uns vier Stunden lang die Zeit mit Fotografieren und vor allem Musik.

Bei einer Pause mit Fischbrötchen machen wir Bekanntschaft mit den Warnemünder Möwen. Diese sind begeisterte Mundräuber und schnappen achtlosen Touristen mittels beachtlicher Luftakrobatik ihren Snack direkt aus der Hand. Hier ist wirklich Festhalten angesagt!

Am Nachmittag kommt sogar die Sonne wieder durch und es könnte fast noch ein bisschen so weitergehen, aber wir wollen ja heute noch zur nächsten Station. Und die heißt Wismar.

2. Station – Stralsund: Men in the rain

Wie auch in den meisten anderen Teilen Deutschlands ist dieser Tag im wahrsten Sinne des Worte ins Wasser gefallen. Dauerregen. Und das, nachdem es am Abend zuvor bei unserem fast schon traditionellen Hafenrundgang (nicht ohne vorher auch mal Hausmannskost á la Salzwasser zu testen) recht vielversprechend aussah.

Zum Thema Stralsunder Hafen können wir festhalten: Es ist alles beim Alten. Möwen, Angler und spazierende Pärchen, die die kühle Ostseeluft genießen. Ein paar Kinder tollen auf den Stegen umher, natürlich immer mit der nötigen Schwimmweste und dann kommt noch ein prachtvolles Segelboot vorbei. Fragt man sich wirklich, wie berühmt man werden muss, um sich sowas leisten zu können!? Den Sonnenuntergang gibt es hier gratis und in der Ferne hören wir eine ziemlich gute Coverversion eines Joshua Kadison Klassikers: „Jessie Paint your pictures…“. Klar, dass hier gefeiert wird. Die berühmten Wallensteintage sind grad erst vorbei und es gibt bestimmt noch Restalkohol, der unter die Touristen gebracht werden muss.

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Aber wieder zurück zum Beginn, wir haben bei Tilman übernachtet, schöne zentrumsnahe Studentenbude und das ist wirklich ernst gemeint, denn hier wohnen die Studis im Fachwerkbau mit klassischen Holzbalken quer durchs Zimmer. Einfach herrlich und schreiende Möwen um fünf Uhr morgens (so verspricht jeder mittelgute Reiseführer) gehören ja sowieso schon lange zum Stralsunder Ambiente.

Am Morgen hat uns nicht wirklich viel nach draußen gedrängt, außer natürlich die Lust zu musizieren. Aber zuerst gab es dann ein ordentliches Frühstück bei unserem Bäcker des Vertrauens in der Mönchstraße.

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Es lässt sich leicht vermuten, dass hier heute keiner trockenen Fußes das Haus betreten wird, wenn man sich den Himmel so ansieht (und den Wetterbericht).

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Aber eigentlich ist uns das auch egal, wir sind hier, um Musik zu machen und von ein bisschen Dauerregen lassen wir uns nicht entmutigen. Nach einiger Zeit haben wir ein geeignetes Vordach gefunden, kurz die Gitarre gestimmt, ein paar Minuten warm spielen und auf geht es.

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Wir können nur eins sagen. Hut ab (trotz Regen), wir hatten tolle Stunden hier. Nette Gespräche, interessierte Hörer und ein neues Album, welches an eine österreichischen Band geht „Niemandsland“ heißt die Truppe, werden wir uns bei Gelegenheit mal anhören, vielleicht spielen wir schon bald mal international 😉

Unsere nächste Station heißt aber erstmal Rostock.

 

1. Station – Greifswald: Die Renaissance der Erdbeere

Von Weimar aus führt unsere Fahrt in den Norden zunächst über Erfurt. Dort steigen wir in den Zug, der uns direkt nach Greifswald bringt, der ersten Station der Tour. Wir sind bei weitem nicht die Einzigen, die es in diese Richtung verschlägt. Vier Schulklassen aus München haben den Zug nahezu vollständig in Beschlag genommen. Zum Glück will dieser Riesentrupp gar nicht an die Ostsee, sondern nur bis nach Berlin, wie wir später erfahren. Für den zweiten Teil der Fahrt ergattern wir daher ein paar Sitzplätze.

Nach fünfeinhalb Stunden erblicken wir die erste Backsteinkirche des Sommers. Greifswald, als Universitäts- und Hansestadt bekannt, war im letzten Jahr der Abschluss unserer Strandtour. 2017 soll hier das erste Wohnzimmerkonzert stattfinden.

Und zwar bei einer Bekannten: Elisabeth, die uns schon beim ersten Mal in Greifswald beherbergt hat. Sie hat wieder kräftig die Werbetrommel gerührt und mindestens genauso viele Freunde und Studienkollegen zum Wohnzimmerkonzert eingeladen wie letztes Mal.

Bevor die Gäste kommen, machen wir noch einen kleinen Spaziergang zum Hafen. Am Himmel bahnt sich schon eine graue Wand an und gerade, als wir es uns an der Kaimauer gemütlich gemacht haben, bricht der Regen los. Er ist heftig, aber zum Glück genau so schnell vorbei wie er begonnen hat. Unsere Flucht in einen Hauseingang wird am Ende sogar mit einem Regenbogen belohnt. Zum Abend lassen wir uns bei einem Griechen nieder, den uns Elisabeth empfohlen hat. Die Servietten des Imbisses sind sehr kreativ mit einem kleinen Crash-Kurs für Griechisch ausgestattet. „Ne“ heißt hier komischerweise „Ja“ und auch ansonsten sind viele wichtige Dinge für den Erstkontakt dabei, allen voran natürlich auch „Sagapao“ – „Ich liebe dich“.

Dann ist es soweit, die Gäste sind da und jeder hat etwas Leckeres mitgebracht. Es wird ein vergnüglicher Abend mit Klassikern und brandneuen Songs vom neuen Album. Zu fortgeschrittener Stunde werden noch ein paar Songwünsche erfüllt und alle singen zusammen Hits von Rio Reiser, Amy Winehouse, Cat Stevens und den Ärzten.

Am nächsten Tag geht es in die Fußgängerzone von Greifswald. Allerbestes Wetter, nicht zu heiß und nicht zu kalt, erwartet uns hier. Je näher wir der Innenstadt kommen, desto größer wird die Fahrraddichte. Die Greifswalder sind wirklich überdurchschnittlich oft auf zwei Rädern unterwegs. Vorbildlich! Dann gelangen wir in die Einkaufsstraße, die wir letztes Jahr etwas frühzeitig verlassen mussten. Die Straßenlaternen sind liebevoll mit Blumentöpfen behangen und die Fassaden der Häuser hübsch verziert und gepflegt.

Bevor wir anfangen, stärken wir uns noch etwas. Prompt locken wir mit unseren Bäckertüten eine Möwe an, die zuvor auf dem Stehtisch des Fischladens gegenüber auf ein Häppchen gelauert hatte. Wir können ihr leider nur Musik anbieten.

Der Tag verläuft erfolgreich, viele Greifswalder und Gäste lassen sich auf unsere Musik ein, nehmen sich manchmal sogar ein paar Minuten Zeit zum Zuhören. Wir treffen noch ein paar Studenten vom Vorabend wieder, die mit uns saftige rote Erdbeeren teilen. Ja, die Erdbeersaison beginnt im hier etwas später. Wenn bei uns die letzten Exemplare in den Regalen liegen, haben in Norddeutschland die Erdbeerstände Hochkonjunktur. Am Nachmittag ist es Zeit, sich auf den Weg zur nächsten Station zu machen: Stralsund. Mal schauen, was uns dort erwartet…

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